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Wie viele Sinne hat der Wahn? Lohnen sich Gefühle? Wie viele Nullen sind in acht Milliarden? Auf die meisten großen Fragen gibt es keine adäquate Antwort. Bei der letzten, eher eine Schätzfrage, versuchen wir es zumindest: und tippen auf neun Nullen. Oder wie sie auf Schalke sagen: Startelf. Hehe. Zum Lachen ist das aber eigentlich gar nicht. Acht Milliarden Euro, ausgeschrieben: 8.000.000.000, bekommt die Premier League nämlich künftig aus ihrem TV-Vertrag gepresst. Auf vier Jahre ist das neue Papier datiert, macht also zwei Milliarden Euro jährlich. Hinzu kommt nochmal das doppelte, was die Liga durch ihre internationale Rechte-Vergabe eh schon erhält. Macht summa summarum: uff!
Zum Vergleich: Die DFL und ihre Klubs müssen jährlich von 1,1 Milliarden Euro und noch mehr Luft und Liebe leben. Ab der kommenden Saison werden die TV-Rechte in Deutschland wieder neu ausgeschrieben. Man befürchtet zwar kein Desaster wie bei der französischen Ligue 1, wo sich schlicht kein Anbieter fand, in der Bundesliga ist aber mit einem Rückgang der Einnahmen zu rechnen. Die Premier League ist also auf bestem Wege, künftig in etwa das Vierfache der Bundesliga einzunehmen. Sorgen muss sich darum wirklich niemand mehr machen, dass die zur Strecke gebrachte Super League noch einmal zum Leben erweckt werden könnte. Schließlich gibt es sie schon längst.
Eintüten ließ sich der neue TV-Deal für die Engländer im Übrigen mit einem Pakt, der Böses vermuten lässt: Am Limit ist die Verwertung damit längst noch nicht angekommen. Zwar wird es bei „Sky Sports“ und „TNT Sports“ so viele Live-Übertragungen von Premier-League-Spielen geben wie nie zuvor, das „Blackout window“ am Samstag um 15 Uhr aber bleibt geschlossen: Noch nie ist eine Partie in England übertragen worden, die in diesem Zeitraum angesetzt war. Damit behält sich die Liga noch ein Ass im Ärmel; für künftige Deals, mit denen sich noch mehr Geld verdienen lässt. Den ein oder anderen Verhandlungskniff benötigt es trotzdem noch, bis amerikanische Verhältnisse hergestellt sind. Anfang des Jahres klamüserte die NFL einen Deal aus, der ihr in elf Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar einbringt.
Zitat des Tages
„Arda Güler, Jamie Bynoe-Gittens oder mein Bruder Jobe!“
Jude Bellingham auf die Frage, wer sein Golden-Boy-Nachfolger werden kann.
imago images
Gladbach weiter, Wolfsburg raus
Döp Döp Döp Dödödöp Döp Döp. Schrieb Kollegin Guethe hier gestern noch Niko Kovac in den Vorruhestand, geleitete uns das Spiel zwischen Gladbach und Wolfsburg fast in den präterminalen Zustand. Erst nach 120 Minuten traf Gladbachs Manu Koné zum erlösenden 1:0, das uns eine weitere unbezahlte Überviertelstunde samt Elfmeterschießen ersparte. Bedeutet: für Niko Kovac wird es noch ein bisschen ungemütlicher als vor dem Spiel – und die Borussia kann sich weiterhin der Illusion hingeben, „da wächst was zusammen“. Zurückerinnert an den Vorsatz, nicht ständig so gehässig zu sein, schicke ich Glückwünsche an die Gladdis! Und natürlich an den FC St. Pauli, Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Kaiserslautern.
Der Preis ist nice
Rechte in Cottbus. Am Anfang hatten wir zwei Fragen: Gibt es wirklich Hoffnung in Cottbus? Und wie fühlt sich das eigentlich an als Linker in einer Rechtskurve? Unser Kollege Andreas Bock hat versucht, diese Fragen in seiner Reportage „Energie Wende“ zu beantworten, aus der die oberen Zeilen stammen. Es geht um dilettantische Behörden, AfD-Politiker im Block und eine kleine linke Gruppe, die es mit den Nazis und Hools in Cottbus aufnimmt. Jetzt hat Andreas Bock mit diesem Text den ReporterInnenpreis für die beste Sportreportage gewonnen. Wir finden: vollkommen verdient. Aber seht bzw. lest selbst.
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Schönen Nikolaustag!
Holt die Schuhe wieder rein! Erkannt, um wen es sich hier handelt? Genau: Rinus Michels! Kann man sich Louis van Gaal in ähnlicher Verkleidung vorstellen? Genau: nein!
Podcast am Morgen
Uiuiuiui. Horst Hrubeschs Mannschaft gestern mit ziemlicher Flickschusterei in Wales. Hätte Dänemark parallel gegen Island gewonnen, wäre Olympia futsch gewesen. Glücklicherweise leisteten die Isländerinnen Schützenhilfe und gewannen mit 1:0. Grund genug, sich gebührend zu bedanken, wie unsere Podcast-Hosts Louis Richter und Greta Linde finden. Das und mehr ist in der neuen Podcast-Folge zu hören.
Runde 2 der Achtelfinals
Heute mit den Knallerpartien Stuttgart gegen den BVB und Hertha gegen den HSV. Beide Spiele starten um 20.45 Uhr. Wir spielen schon mal einen Höllenfahrtsrückpass auf Hamburgs Daniel Heuer Fernands und schauen, was passiert. Das Ergebnis lest ihr morgen hier. Dann wieder vom Chef.
HaHoHe, Heja und Ha-Ha-Ha-HSV!
Max Nölke