Es ist ein grauer Nach­mittag im Dezember 2016. Von einem Kame­ra­team des NDR begleitet, trifft Hansa Ros­tocks ehe­ma­liger Kapitän Sebas­tian Pelzer in der Ros­to­cker Stadt­halle die letzten Vor­be­rei­tungen zur 60. Musi­kan­ten­deel – einer Musik­ver­an­stal­tung für Rentner und die, die es werden wollen. Die Kar­riere des 235-fachen Zweit- und Dritt­li­ga­spie­lers ist zu diesem Zeit­punkt seit fast zwei Jahren vorbei. Bei der Stadt­halle lernt er nun Ver­an­stal­tungs­ma­nage­ment. Was von außen nach dem soliden Zukunfts­aufbau eines Ex-Fuß­ball­spie­lers aus­sieht, ist für Pelzer nur eine kleine Etappe auf einer langen Strecke. ​Ich will in den Fuß­ball­be­reich und ich werde alles daran setzen, dass ich da rein komme“, sagt er den Jour­na­listen damals selbst­be­wusst. Ein Satz, der sinn­gemäß wohl von vielen Ex-Kickern nach dem Kar­rie­re­ende so for­mu­liert wird. Die Wenigsten lassen ihren großen Visionen jedoch Taten folgen.