Santiago Muñez (Kuno Becker) ist zurück und seine Geschichte rasch erzählt. Kämpfte sich der junge Underdog im ersten Teil dieser Fußball-Trilogie bereits in das Team von
Newcastle United, wartet diesmal das weiße Ballett von Madrid auf ihn. Die haben gerade eine deutliche Schlappe im „Clásico“ hinnehmen müssen und suchen händeringend nach einem neuen Knipser. Fündig werden sie auf der Insel, wo „Santi“ durch seine Tore bei Newcastle zum Publikumsliebling avanciert ist. Unser Held muss nicht lange überlegen und steht kurze Zeit später bereits an der Seite von Beckham und Zidane auf dem Rasen des Estadio San Bernabéu. Doch es sind nur Kurzeinsätze, die ihm Trainer Van der Merwe (Rutger Hauer) zugesteht und sein Weg in die erste Elf wird ein steiniger: Geld ausgeben, Groupies widerstehen und Stress mit der daheimgebliebenen Freundin können das Leben eines Profis schon schwer machen.
Und dann tauchen auch noch Schatten aus der eigenen Vergangenheit auf. Den Plot abseits des Feldes kann man getrost vergessen, er ist an Vorhersehbarkeit kaum zu überbieten.
Kinobesucher sollten es also getreu der alten Weisheit „entscheidend ist auf dem Platz“ halten. Denn da ist der Film stark. Die von Andy Ansah choreografi erten und von Regisseur Jaume Collet-Serra („House of Wax“) eingefangenen Fußballsequenzen machen Riesenspaß. Sagenhafte Dribblings und atemberaubende Tore in Hochglanzoptik zeigen die Schönheit des Spiels. Und wenn „Santi“ dann Jens Lehmann einen Unhaltbaren in den Winkel schustert, kann auch der letzte Purist nicht widerstehen. Trotz eines schwachen Drehbuchs lohnt der Kinobesuch.
GOAL 2
LÄNGE: 115 MINUTEN | KINOSTART: 31. MAI 2007