Wenn Helden kommen, müssen selbst Minister warten. Daher übte sich Hans Apel an einem Juni­morgen des Jahres 1974 in Geduld. Apel pen­delte damals regel­mäßig zwi­schen seiner Hei­mat­stadt Ham­burg, wo er die Wochen­enden ver­brachte, und der Haupt­stadt Bonn. Die Luft­hansa-Maschine, mit der das Regie­rungs­mit­glied an jedem Montag vom Flug­hafen Fuhls­büttel nach Düs­sel­dorf flog, war also fast so etwas wie sein Dienst­fahr­zeug. Und jetzt konnte er nicht an Bord, weil bewaff­nete Poli­zisten auf dem Roll­feld standen und den Flieger abschirmten. Offenbar war­tete man auf jemanden, der noch wich­tiger war als der Finanz­mi­nister der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. So hockten Apel und die anderen Pas­sa­giere, die auf diesen Lini­en­flug gebucht waren, im War­te­raum und taten, was man dort tut.